
Allersberger Straße nördlich der Annastraße (Foto: A. Steindorff)
Radweg vor der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche verbreitern!
Die Allersberger Straße wird zur Großbaustelle. Aus unserer Sicht wäre in diesem Rahmen eine Verbreiterung des Radwegs vor der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche fällig, der nur 1 m „breit“ ist. Aber hier durfte das Verkehrsplanungsamt nichts planen.
Die Allersberger Straße wird gerade zur Großbaustelle. Im Mittelpunkt der Baumaßnahmen steht die Sanierung der Trambahngleise. Für den Radverkehr fallen nur ca. 10 m Radstreifen an der Ecke Wölckernstraße ab. Ansonsten wurde bei der Informationsveranstaltung im Februar deutlich, dass viele eigentlich berechtigte Wünsche von Radfahrenden nicht erfüllt werden, überwiegend weil einfach der Platz fehlt. In einem Abschnitt herrscht aber kein Platzmangel, nämlich im Nordwesten zwischen Annastraße und Gudrunstraße vor der Gustav-Adolf-Gedächtniskirche und dem Südbad. Hier gibt es zwar schon lange einen Radweg, aber der ist so schmal wie es früher üblich war, nämlich gerade mal 1 m breit (einschließlich der Randsteine). Überholen ist hier z.B. nicht möglich. Und genau für diesen Bereich durfte das Verkehrsplanungsamt nichts planen, weil der Bereich zum geplanten Stadtplatz „BlauGrüner Gustav“ gehört. Und den plant das Umweltamt.
Aus Sicht des ADFC ist in diesem Abschnitt eine Verbreiterung des Radwegs im Rahmen der großen Baumaßnahmen fällig. Nach dem Mobilitätsbeschluss von 2021 sollte ein Radweg in diesem Bereich mindestens 1,50 m breit sein, besser 2,30 m („Regelmaß“). Anfang März hat sich der ADFC deshalb mit einem Schreiben an das Umweltamt gewandt und noch einmal an dieses Ziel erinnert. Eine Reaktion des Amtes gab es bisher nicht.
Auf keinen Fall ist in diesem Bereich ein kombinierter Rad-Gehweg geeignet, noch viel weniger „Fußgängerzone – Rad frei“. Aufenthaltsbereich bzw. Spielbereich einerseits und die Fläche für das Radfahren andererseits sollten klar voneinander zu unterscheiden und getrennt sein. Alles andere führt zu unnötigen Konflikten. Im Mobilitätsbeschluss ist darum auch die Trennung von Geh- und Radwegen ausdrücklich als Ziel festgehalten.
Albrecht Steindorff








