Einmal vor der Kamera – vier Mal Grün!
An der Fürther Straße Richtung Fürth gibt es an den Kreuzungen über die Zu- und Abfahrten zum Frankenschnellweg jetzt eine kleine Grüne Welle für den Radverkehr, die von einer Wärmebildkamera ausgelöst wird.

Vier Ampeln auf rund 120 m hintereinander, die selten bis nie gleichzeitig grün waren - das war bisher das Schicksal der Radfahrenden auf der Nordseite der Fürther Straße an den Auf- und Abfahrten zum Frankenschnellweg. Seit ein paar Wochen ist dort moderne Technik eingezogen: An der ersten Ampel, direkt nach dem Möbelhaus, ist eine Wärmebildkamera installiert. Wenn sie ein Fahrrad erfasst, wird die Fahrrad-Ampel an der ersten Querung beim nächsten Umlauf auf Grün geschaltet und zugleich die Anforderung an die Ampeln an der zweiten bis vierten Querung gemeldet. Wer mit mittlerem Tempo fährt, erreicht dann alle folgenden Ampeln bei grün. Nach unseren Beobachtungen sind so 15 km/h bis 20 km/h richtig. Bei Fahrten von ADFC-Mitgliedern genügte das langsame Heranfahren an die erste Ampel ohne anzuhalten, damit die vier Fahrrad-Ampeln in Serie auf Grün geschaltet wurden. Es gibt also eine Art kleine „Grüne Welle“ für den Radverkehr. Gut so! Die Fußgänger-Ampel bleibt dabei auf rot. Fußgänger müssen Grün per Tastendruck anfordern.
Damit weicht die Lösung auch von der bisher in Nürnberg grundsätzlich vertretenen Position ab, dass „Grüne Wellen“ für den Radverkehr wegen der unterschiedlichen Geschwindigkeiten nicht möglich seien. Wir hoffen, dass das bald auch an anderen Stellen der Fall sein wird. In Städten wie Kopenhagen werden „Grüne Wellen“ für den Radverkehr schon lange geplant und geschaltet.
Die Wärmebild-Kamera sorgt an dieser Stelle allerdings nicht dafür, dass die Fahrrad-Ampel stets sofort auf Grün geschaltet wird, wie es manche von ihren Urlauben in den Niederlanden kennen.
Für etwas Verwirrung sorgte anfangs, dass es keinen Drucktaster für Radfahrende mehr gibt, sondern nur für Fußgänger, weil die Räder ja von der Wärmebildkamera erfasst werden. Also wenn Ihr dort das nächste Mal ankommt, einfach langsam heranfahren oder auch ein bisschen warten!