Querschnitt der Zollhausstraße

Zollhausstraße

Verkehrsausschuss am 22.9.22

 

Der Ausbau der Radvorrangoute im Rahmen der Verlängerung der Straßenbahn der Minervastraße, in der Zollhausstraße soll eine Fahrspur zum Radfahrstreifen umgewidmet werden, was aber nicht nur für Lob sorgt.

 

Bevor wir am Sonntag mit vielen kleinen und großen Radfahrenden für eine kindergerechte Radinfrastruktur auf die Straße gehen, haben wir uns zu den Radthemen im Verkehrsausschuss geäußert. Im Fokus auch hier insbesondere bei der Planung Zollhausstraße - Kinder ab 10. Dass man in der Zollhausstraße eine Spur dem Rad umwidmet, klingt erstmal super. Beachtet man aber, dass vorher ein baulich getrennter Radweg angelegt war, wird die Beurteilung schwieriger. Für viele wird diese Planung eine Verbesserung darstellen. Für diejenigen, die aber trotz der Breite nicht zwischen geparkten und fahrenden KFZ fahren wollen/ dürfen, ein Nachteil. Am Sonntag für kindergerechte demonstrieren, kurz vorher einen Plan loben, der eben diese Zielgruppe benachteiligt? Nein, das wäre widersprüchlich. Deshalb haben wir uns dazu entschieden klar zu benennen, dass wir uns hier eine bauliche Trennung gewünscht hätten, in dem man Parkstände und Radweg tauscht. Im Wissen, dass viele diese Kritik nicht nachvollziehen können werden. Durch das Pflanzen der Bäume wird dieser Beschluss quasi für immer besiegelt. Dass man hier den Radetat mit einer Summe von 495.000 € und somit 85 % der Kosten beteiligt, wirft Fragen auf.

Auch bei den weiteren Planungen überwiegt leider die Kritik. Die im Rahmen der Verlängerung der Straßenbahn geplante Radvorrangroute Minervastraße, fällt für Radfahrende enttäuschend aus - wechsel zwischen Radfahrstreifen und kombinierten Geh-/Radweg und schmale Radstreifen in Mittellage an der Kreuzung.

Verbesserungen gibt es jedoch auch - am Marienbergpark sollen Aufstellbereich und Querung in der Kilianstraße ausgebaut werden. Zwar profitiert auch der Radverkehr, soll dies aber auch alleine für die Kosten von knapp 200.000 € aufkommen. Bei den Diskussionen um die Radvorrangrouten wünscht man sich hier einen effizienteren Einsatz.

Die exakten Statements findet ihr zum nachlesen in der Box "Medien zum Artikel", sowie den Link zu den Unterlagen der Stadt.

 

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    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radfahrende mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radler*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmer*innen zu rechnen. Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer*innen nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer*innen gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer*in auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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